Betrugserkennung

Aus Mauve System3 Handbuch
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Im Mauve System 3 können Regeln definiert werden, um eingehende Bestellungen anhand bestimmter Muster als potenziell betrugsverdächtig zu markieren. Diese Bestellungen lassen sich anschließend automatisch in einen speziellen Prüf-Belegtyp überführen und so für eine manuelle Nachkontrolle kennzeichnen.

Hintergrund

Im Onlinehandel werden häufig Betrugsversuche über Zahlungsdienstleister wie z. B. PayPal Checkout unternommen. Beispielsweise erlaubt PayPal auch Bestellungen per Kreditkarte ohne bestehendes PayPal-Konto. Dabei wird im Checkout-Prozess automatisch ein neues PayPal-Konto erstellt. Obwohl im Shop Kreditkarte als Zahlungsart für PayPal Checkout deaktiviert ist, können so dennoch Bestellungen mit Kreditkartenzahlung übermittelt werden.

Um solche Fälle zu identifizieren, können in System 3 entsprechende Regellogiken hinterlegt werden.

Einrichtung von Regeln

Die Konfiguration erfolgt im Menü:

Globale Einstellungen → Bestellungen einlesen (Reiter) → Regeln

Dort können Sie schrittweise Bedingungen und Aktionen definieren.

Beispiel: PayPal Checkout mit Kreditkarte erkennen

Wählen Sie zunächst als Regel "die gewählte Zahlungsweise ist": "Paypal Checkout" Wählen Sie danach als Regel "die Zahlungsweise aus der Shopbestellung enthält den Text": "Kreditkarte“

Hinweis: Im Mauve System 3 wird die Zahlungsweise weiterhin als PayPal Checkout angezeigt. Über die Zusatzinformation (APM = Alternative Payment Method) wird jedoch die tatsächliche Zahlart wie Debit- oder Kreditkarte übermittelt.

Mögliche Filter für die APM bei Paypal Checkout sind: Venmo, Satispay, Trustly, Sofort, Przelewy24, MyBank, iDEAL, Giropay, eps, blik, Bancontact, Kreditkarte, Sepa, Später Bezahlen

Optional können Sie die Regel weiter verfeinern, z. B. durch:

  • Mindest- oder Maximalwert der Bestellung
  • Abgleich von Vor- oder Nachname mit der angegebenen E-Mail-Adresse
  • Anzahl der Bestellpositionen

Da Betrugsmuster variieren, sollten die Regeln individuell an die erkannten Auffälligkeiten angepasst werden.

Fenster „Schritt 1: Bedingungen für eine Regel“. Oben steht die Frage „Welche Bedingungen müssen erfüllt sein?“. Darunter eine Liste von auswählbaren Kontrollkästchen, zum Beispiel: Artikel gehört zur Abda-Warengruppe, Beleg ist ausgebucht, Beleg enthält Bemerkungen, Beleg ist einem bestimmten Mandanten zugeordnet, Bestellwert ist größer oder kleiner als ein bestimmter Betrag, oder gewählter Paymentstatus ist None. Unterhalb befindet sich ein Eingabefeld mit der Beschriftung „Filter“. Darunter Abschnitt „Diese Regel anwenden, wenn…“. Dort stehen zwei Bedingungen: – die gewählte Zahlungsweise ist PayPal Checkout. – die Zahlungsweise aus der Shopbestellung enthält den Text Kreditkarte. Am unteren Rand sind drei Schaltflächen: Abbrechen, Zurück, Weiter.

Zuweisung eines Prüf-Belegtyps

Nachdem die Bedingungen definiert sind, klicken Sie auf Weiter. Wählen Sie dort den Belegtyp aus, den die identifizierten Bestellungen beim Einlesen erhalten sollen (z. B. "Möglicher Betrug").

Alle so markierten Belege können anschließend von Mitarbeiter:innen in der Belegliste anhand des Belegtyps leicht gefunden und überprüft werden.

Fenster „Schritt 2: Aktion bei erfüllten Bedingungen“. Oben steht die Frage „Welche Aktion soll ausgeführt werden, wenn die Bedingungen erfüllt sind?“. Darunter zwei auswählbare Kontrollkästchen: – „Der Beleg wird in den Belegtyp ‚Möglicher Betrug‘ gewandelt“ (aktiviert). – „Dem Beleg wird der Artikel x hinzugefügt“ (nicht aktiviert). Im unteren Bereich „Diese Aktionen ausführen“ ist angezeigt: „Der Beleg wird in den Belegtyp ‚Möglicher Betrug‘ gewandelt“. Am unteren Rand sind die Schaltflächen: Abbrechen, Zurück, Weiter.